ineedsomehelp

ichbinnunseitdem1.augustinderausbildungzurhofa,anfangswareigentlichauchnochallesspannendundneuaberschonamendederprobezeithabeichgemerktdaseskörperlichunichtmehrgutgehtdurchdieseständigemsspätdiensteundüberstunden.jedenfalllshabenmittlerweilefastallefestangestelltengekündigtdaunserdiewirtschaftlichelageunsrersbetriebssichsehrverschlechteterthatundsowohllohnalsauchsozialversicherungennichtgezahltwurden.jetztweißichnichtwieichkündigensollichhabenochkeineneuestelle,eigentlichwürdeichgernewasanderesmachenweilichweißdassichindergastronomiekaumangesetztegehaltenwirdaberichhabenochnochkeineneueausbildungsstelle.mittlerweilebinichsofrustriertvonallemdasichanliebstenallleshinschmeißenwürdeobwohlichsowohlinderschuleziemlichgutbinalsauchimbetrieb.meingrößtesproblemimmomentistdasichnichtweißwieichmeinekündigungineinemanschreibenformulierensollweilmeinermeinungnachmüssteichjastillschweigenüberbetrieblichegeheimnissewahrenallerdingsmöchteichauchnichtdasmeinebegründungmissverstandenundzumeinemnachteilausfällt.hatirgendjemandvielleichttippsoderdieselbenerfahrungn?ichwäreechtdankbardafür;)




Re: ineedsomehelp

Hallo,

wenn du deinen Beitrag erst meinst, würde ich dich bitten, in nochmals mit Lehrzeichen zu verfassen.

Viele Grüße, Dr. Azubi


Kündigung-Wechsel..?

ich bin nun seit dem 1.august in der ausbildung zur hofa, anfangs war eigentlich auch noch alles spannend und neu aber schon am ende der probezeit habe ich gemerkt das es körperlich nicht mehr gut geht durch diese ständigen spätdienste und überstunden. jedenfallls haben mittlerweile fast alle festangestellten gekündigt sich die wirtschaftliche lage unsrers betriebs sehr verschlechtetert hat. der lohn kam monatelang erst am 20.ten des monats, sodass sich unter den arbeitskollegen eine schlechte stimmung ausgebreitet hat die nun aber auch alle gekündigt haben. dazu kam noch bei ca. 4 personen, darunter auch bei mir das keine sozialversicherungen gezahlt wurden (bei mir seit beginn der ausbildung!). schade ist, das uns nicht die gäste fehlen, sondern das bei uns falsch gewirtschaftet wird. unser team war sehr bemüht und wir haben uns alle gut verstanden aber jetzt besteht unser serviceteam nur noch aus einem restaurantleiter (ohne ausbilderschein) sowie azubis und aushilfen. das heißt wir haben den ganzen laden auch schon über ein paar tage als azubis geschmissen, und der restaurantleiter verspricht zwar immer neue mitarbeiter zu finden, meinte aber es würde keine qualifizierten geben im moment und sonst schmeißen wir den laden halt mit azubis. allerdings sehe ich nicht das wir noch irgendwas ausbildungsmäßiges lernen, wir machen jeden tag dasselbe da nur noch schneller da ja die kollegen fehlen und es wird nicht unter 10 std gearbeitet - pause was ist das denn?? allerdings gibt es noch sehr viel mehr punkte die nicht eingehalten wurden. ich war deshalb auch schon vor kurzem bei der ihk und beim arbeitsamt, beiden rieten mir nach nur kurzer schilderung zu kündigen, die ihk wollte / konnte mir sonst nicht weiterhelfen nur bei der frage wie ich meine situation in meine bewerbungen fassen soll (anschreiben) "schreib einfach nichts von einer bisherigen ausbildung rein". das arbeitsamt widerrum meinte "alles quatsch. schreib rein weshalb du besser bist als jede andere die noch nie in der gastro gearbeitet hat, schreib deine stärken rein und was du bisher alles gelernt hast!!" auf die frage wie ich meine situation in die bewerbung schreibe "schreib das die wirtschaftliche lage deines betriebs sich verschlechtert hat, sodass du wechseln möchtest." im grunde genommen trifft es das ja auch weil alles was damit zusammenhängt zu nicht für azubis und aushilfen tragbar ist, uns lernt ja niemand mehr an weil keiner da ist und im august sind nur noch 4 azubis (darunter wäre auch ich-) im 2. lehrjahr. jetzt weiß ich nicht wie ich kündigen soll ich habe noch keine neue stelle, eigentlich würde ich gerne was anderes machen weil ich weiß das sich in der gastronomie kaum an gesetzte gehalten wird aber ich habe noch keine neue ausbildungsstelle. mittlerweile bin ich so frustriert von allem das ich an liebsten allles hin schmeißen würde obwohl ich sowohl in der schule ziemlich gut bin als auch im betrieb. mein größtes problem im moment ist das ich nicht weiß wie ich meine kündigung in eine man schreiben formulieren soll weil meiner meinung nach müsste ich ja stillschweigen über betriebliche geheimnisse wahren allerdings möchte ich auch nicht das meine begründung missverstanden und zu meinem nachteil ausfällt. hat irgend jemand vielleicht tipps oder dieselben erfahrungen? ich wäre echt dankbar dafür;)


Re: ineedsomehelp

Hallo,

das klingt tatsächlich alles ziemlich danach, als würde deinem Betrieb die Insolvenz drohen und auch ich würde dir raten, dir möglichst schnell einen neuen Betrieb zu suchen, der bereit ist, dich zu übernehmen. Ein Ausbildungsplatzwechsel ist wirklich kein Beinbruch, aber du solltest jetzt nichts überstürzen, sondern in Ruhe nach etwas neuem suchen! Bei einem Ausbildungsplatzwechsel gehst du am Besten so vor:


1. Am Anfang steht die Ausbildungsplatzsuche. Du solltest erst kündigen, wenn du einen neuen Ausbildungsplatz gefunden hast, denn dann stehst du bei der Bewerbung nicht unter Druck und das (noch) bestehende Ausbildungsverhältnis ist ein gutes Arbeitszeugnis und macht glaubhaft, dass nicht der Betrieb etwas an dir, sondern du etwas an dem Betrieb auszusetzen hast!
Für deine Bewerbung kannst du dir bei deiner Berufsschule einen aktuellen Notenstand besorgen. Mehr Infos zur Bewerbung findest du hier: http://www.azubi-azubine.de/mein-recht-als-azubi/kuendigung-durch-den-azubi.html#Bewerbung. Außerdem solltest du in diesem Fall unbedingt die Bewerbungsratschläge vom Arbeitsamt (und nicht die der IHK) befolgen. Um deine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, kannst du auch Probe arbeiten. Ausbildungsplätze, die sofort zu besetzen sind, findest du unter www.arbeitsagentur.de oder www.meinestadt.de, www.lehrstellenmarkt.de.md oder www.ihk.de. Schau auch in der Zeitung und in den Stellenportalen im Internet nach oder frag im Bekanntenkreis und an der Berufsschule.

2. Sobald du was neues hast -und erst dann!- kannst du einen Aufhebungsvertrag machen, wenn dein Betrieb mit deinem Weggang einverstanden ist. Ein Aufhebungsvertrag ist keine Kündigung! Im Unterschied zur Kündigung kündigt beim Aufhebungsvertrag nicht eine Partei der anderen, sondern Azubi und Ausbilder lösen das Ausbildungsverhältnis in gegenseitigem Einvernehmen auf. Den Zeitpunkt der Vertragsauflösung können Azubi und Ausbilder dabei frei vereinbaren, es gibt also keine Fristen, die eingehalten werden müssen. Der Aufhebungsvertrag wird zweimal angefertigt. Jedes Exemplar wird dann von Azubi und Ausbilder unterschrieben. Azubi und Ausbilder erhalten je ein Exemplar. Falls der Aufhebungsvertrag vom Betrieb aufgesetzt wird, solltest du den ganzen Vertrag gründlich lesen, vor allem das Kleingedruckte. Ein einfacher Aufhebungsvertrag sieht so aus:

Ort/Datum Aufhebungsvertrag

Zwischen ___(Name Ausbilder) und ____(Name Azubi)

Hiermit beenden die Vertragsparteien in gegenseitigem Einvernehmen das Ausbildungsverhältnis zum ________(Datum).

____________(Ort, Datum) ____________(Unterschrift Ausbilder) ____________(Unterschrift Azubi)

3. Falls der Betrieb mit deinem Weggang nicht einverstanden ist, kannst du außerordentlich und fristlos kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§22 Berufsbildungsgesetz). Fristlos bedeutet: Du kannst sofort gehen, nachdem du die Kündigung übergeben hast oder nachdem die Kündigung per Post im Betrieb angekommen ist. Wichtige Gründe sind zum Beispiel:


 • Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz oder das Arbeitszeitgesetz


 • Ausbildungsfremde Tätigkeiten


 • Sexuelle Belästigung oder Züchtigung (körperliche Gewalt)


 • Ausbleibende Ausbildungsvergütung


 • Überstunden, die nicht bezahlt oder in Freizeit ausgeglichen wurden


 • Systematisch schlechte Behandlung (immer wieder Beschimpfungen, Beleidigungen, Benachteiligungen, Diskriminierung)




Du musst schriftlich und unter genauer Angabe der Gründe (wer, was, wann, wo) kündigen. Sonst ist die Kündigung unwirksam. Sie ist auch unwirksam, wenn dir der auslösende Kündigungsgrund bereits länger als zwei Wochen bekannt war.
Eine außerordentliche Kündigung zu schreiben, ist eine Wissenschaft für sich und deshalb gibt es keine allgemeine Vorlage. Du musst in der fristlosen Kündigung schwere Vorwürfe gegen deinen Ausbildungsbetrieb erheben. Damit die Sache auch wasserdicht ist, solltest du dir unbedingt Hilfe bei deiner Gewerkschaft holen! Rückendeckung kannst du oft auch nach der Kündigung gebrauchen: Wenn der Azubi kündigt, ist der Ausbilder leicht verärgert und gibt dir nicht immer freiwillig, was dir noch zusteht, zum Beispiel Arbeitszeugnis, Arbeitspapiere, Restgehalt, Urlaubsansprüche, die ausbezahlt werden müssen.
Hier ist ein Kontakt für dich:

 NGG Köln, Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln, Tel.: 0221 / 951 42 40, Fax: 0221 / 95 14 24 20, Mail: region.koeln@ngg.net, Homepage: www.ngg-koeln.de. Da kannst du einfach anrufen und nach einem Jugendsekretär fragen und auch ruhig sagen, dass du von Dr. Azubi kommst....

4. Nachdem deine Kündigung oder der Aufhebungsvertrag durch sind, setzt du deine Ausbildung nahtlos im neuen Betrieb fort. Aber Vorsicht: Du hast wieder bis zu 4 Monate Probezeit...

Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft! Dies war ein Service deiner Gewerkschaft!

Liebe Grüsse,
 Dr. Azubi
 P.S. Bitte empfiehl unseren Service weiter!